Buntschießen auf arabisch

Syria gasChemiewaffen enthalten in den seltensten Fällen Inhaltsangaben. Man benötigt schon UN-Inspektoren um herauszufinden welche E-Nummer enthalten waren. Schwieriger ist es herauszufinden wer die Giftstoffe in die Umwelt entlassen hat. Offensichtlich ist aber genau dies in Syrien geschehen, wenn man der Darstellung der internationalen Medien glauben darf. Diese erhalten ihre Informationen ausschließlich von westlichen Regierungen, welche ein Interesse daran haben ihre Version zu verbreiten. Noch nicht einmal die Vereinigten Staaten haben jemals einen Krieg aus reiner Nächstenliebe und der Sorge um den nächsten Einsatz von Massenvernichtungswaffen, begonnen. Sollte es wirklich zu Kampfhandlungen kommen, dann stellt sich die Frage nach der eigentlichen Intention dafür? 

Daran, dass in Syrien Chemiewaffen in rauen Mengen vorhanden sind, besteht kein Zweifel. Chemiekampfstoffe sind leicht herzustellen und lange lagerungsfähig. Sie wurden zu Zeiten von Assads Vater produziert und über das ganze Land verteilt. Es ist somit sehr wahrscheinlich, dass Terroristen Behälter mit chemischen Waffen erbeutet haben. Auch der Iran verfügt über solche Chemikalien und ist wohl auch in der Lage diese nach Syrien einzuschmuggeln. Woher die USA ihre Gewissheit nehmen, dass ausgerechnet Assad diese Waffen eingesetzt haben soll, werden sie uns wohl nie verraten. Entweder sie verfügen, durch ihre illegale weltweite Aufklärung, über gesicherte Informationen oder sie hegen anderweitige Interessen. Natürlich steht bei den Amis immer der Verdacht im Raum, dass es wieder mal ums Öl geht. Immerhin war Syrien das Hauptdurchgangsland für Erdöl in Richtung Türkei. Öl, das von der arabischen Halbinsel durch Pipelines nach Norden gepumpt wird, muss zwangsweise durch Syrien oder den Irak. Beide Länder sind nicht gerade ein Hort der Stabilität.    Weiterlesen

Türkischer Frühling bei PI

Ankara Kussprotest Koptisch WordPresslOffensichtlich glaubt man bei Politically Incorrect wirklich noch, dass es sich bei den Demonstrationen in der Türkei um eine Art von Volksaufstand gegen einen islamistisch-autoritären Diktator handelt und die Demonstranten für Menschenrechte, Freiheit und einen laizistischen Staat auf die Straße gehen. Dementsprechend wohlwollend klingen die seit dem Ausbruch der „Unruhen“ dort abgefassten Artikel zu dem Thema. Man könnte fast schon glauben, dass einige der Autoren und Kommentatoren bei PI mit den vermeintlich ach so freiheitsliebenden Demonstranten mitfiebern. In jedem Fall bezieht das größte deutschsprachige, islamkritische Blog eindeutig Position gegen Onkel Erdogan und für die Demonstranten. Wir halten uns da lieber an die Aussage von Dieter Nuhr, der gesagt hat: „Scheinbar kann sich bei uns niemand vorstellen, dass es im Nahen Osten Arschlöcher gibt, die auf Arschlöcher schießen!” 

Es ist absolut unverständlich warum ausgerechnet in einem Land, das zu fast 99% muslimisch ist, eine Revolution anders ablaufen sollte, als in den bekannten arabischen Staaten. In unserem Artikel Wege aus der Krise haben wir festgestellt, dass der „Arabische Frühling“ nur in Staaten ausgebrochen ist, die sich an die Sowjetunion angelehnt haben:

„Im Gegensatz zur Sowjetunion hatte der Ami (der Westen) niemals Berührungsängste, im Umgang mit islamistischen Staaten. Die Sharia wurde in Vasallenstaaten gnadenlos toleriert. „… he’s our bastard“ – Die Russen hingegen haben, in ihren realsozialistischen Wüstenablegern, immer schön darauf geachtet, dass dort rote Schergen herrschten und der Islam klein gehalten wurde. Herr Assad ist nur der Letzte in einer langen Liste von solchen säkularen Herrschern, die ihre Waffen in Moskau kauften. Im Prinzip hat die sog. „Arabische Revolution“ auch nur in genau den Staaten stattgefunden, in denen Diktatoren herrschten, über die Moskau lange die schützende Hand hielt und die deshalb relativ säkular waren.“

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Revolution in der Kümmelkratie

Turkey_ProtestWir sind von der türkischen Kümmelkratie ja schon so einiges gewohnt, aber was jetzt dort abgeht ist türkischer Frühling. Onkel Erdogan – selbsternannter Diener seiner Volkes – hat mächtig Muffensausen, weil in Istanbul und anderen Städten Randale ausgebrochen sind, wie wir sie vom 1. Mai her kennen. Die Medien romantisieren das gerne mit „Jugendkrawallen“, und hoffen dann ernsthaft auf Reformen. Das die Situation dieses Wochenende nicht gänzlich eskaliert und in Bürgerkrieg ausgeartet ist, ist alleine Staatspräsident Gül zu verdanken, der den coolen Mann im Staat markiert. Onkel Erdogan ist inzwischen nach Afrika geflohen, wo er sich in Marokko, Algerien und Tunesien anschauen will, was nach einer Revolution passiert. Heute soll er wieder  zurückkommen.

Istanbul tear gasWährend dessen tobt in türkischen Städten allabendlich der Mob und gefühlt 20Mil. Dönermänner wollen Onkel Tayyip ans Leder. Im Moment sehen diese Demonstranten alle noch aus wie linke Studenten, auf vielen Fotos sind auch einige rote Fahnen zu sehen, mitunter auch welche aus St. Pauli. So hat das in Tunesien und den anderen Staaten auch angefangen. Es sind immer zuerst die lieben Studenten, die sich gegen einen Diktator auf die Straße begeben, um sich mit Polizisten zu prügeln. Am nächsten Tag ist das dann in den westlichen Medien und diese kritisieren natürlich die Polizei. Aber es ist immerhin schön mit anzusehen, wenn sich Türken und die türkische Polizei gegenseitig auf´s Maul hauen und sich mit in einer Wolke Pfefferspray selbst vergasen. Es sieht alles so aus wie in Tunis oder Kairo, nach der ersten Woche der Proteste.   Weiterlesen

Keine Kritik an Erdogan

Makaba askerHaben Sie den Artikel in DER WELT vom 1.3.2013 gelesen? Onkel Erdogan aus Türkistan meinte auf der UN-Konferenz in Wien, dass: “So wie das für Zionismus, Antisemitismus und Faschismus gilt, ist es unerlässlich, Islamophobie als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu betrachten.” Benjamin Netanjahu hat sich darüber beschwert, US-Außenminister John Kerry hat mit dem netten Onkel aus Ankara ein ernsthaftes Wort geredet, UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat das ganze zutiefst bedauert, was im Diplomatendeutsch eines UN-Generalsekretärs bedeutet, dass Erdogan voll das Arschloch ist. Viele andere Politiker und hochrangige Diplomaten haben ebenfalls ihr „Bedauern“ ausgedrückt. Und was das im Diplomatendeutsch bedeutet wissen wir ja!

Nur unsere Außenschwuchtel und Mutti haben kein einziges Wort darüber verloren. Man hätte ja erwarten können, dass wenn schon der UN-Generalsekretär und der amerikanische Außenminister Onkel Erdogan für seinen Antisemitismus schelten, dass auch aus deutschland ein Wort des Bedauerns käme. Immerhin ist Israels Sicherheit bei uns „Staatsdoktrin“! Das absolute Minimum wäre gewesen, das unsere „Bundeskanzlerin“ den türkischen Ministerpräsidenten ihr „vollstes Vertrauen“ ausspricht. Deutlichere Worte wären wünschenswert gewesen. Der einzige, von dem man heute noch deutliche Worte vernehmen kann, ist Peer Steinbrück. Welch ein Aufschrei, wenn er den italienischen Duce A.D. Einen Clown nennt. Er hätte durchaus einen allseits beliebten Hitler-Vergleich, zu dem Vorfall in Wien, abgeben können. Aber auch vom Problempeer kam nichts. Hätte er sich getraut deutliche Worte zu finden, 50Pf hätte eine Wahlempfehlung für ihn abgegeben.   Weiterlesen

Patrioten für die Türkei!

Es steht in allen Gazetten. Die Türken, allen voran Erdogan, will von uns Patriot-Abwehrraketen haben. Nur so 1 bis 2 Batterien, um sich vor Angriffen aus Syrien zu verteidigen. Als ob die Amerikaner, in İncirlik und anderen Basen, nicht schon genug davon rumstehen hätten. Angeblich besitzt nur Amerika, Deutschland und die Niederlande solch ein Raketensystem. Und das ist auch gut so! Es ist davon auszugehen, dass da noch etwas Anderes dahinter steckt. Aber an Spekulationen beteiligt sich 50Pf ja grundsätzlich nicht!

Überhaupt sind Raketen in letzter Zeit wieder sehr in Mode gekommen, nachdem man dieses Beförderungsmittel in den 90er Jahren als beinahe ausgestorben ansah. Wer will schon etwas versenden und dann das Postauto gegen die Wand fahren? Seit der Erfindung recyclingfähiger Shuttles und Killersatteliten, mit umweltfreundlichen Solarzellen und CO² freien Lasern, in den 80ern, war diese Art der Diplomatenpost völlig veraltet. Weiterlesen