Buntschießen auf arabisch

Syria gasChemiewaffen enthalten in den seltensten Fällen Inhaltsangaben. Man benötigt schon UN-Inspektoren um herauszufinden welche E-Nummer enthalten waren. Schwieriger ist es herauszufinden wer die Giftstoffe in die Umwelt entlassen hat. Offensichtlich ist aber genau dies in Syrien geschehen, wenn man der Darstellung der internationalen Medien glauben darf. Diese erhalten ihre Informationen ausschließlich von westlichen Regierungen, welche ein Interesse daran haben ihre Version zu verbreiten. Noch nicht einmal die Vereinigten Staaten haben jemals einen Krieg aus reiner Nächstenliebe und der Sorge um den nächsten Einsatz von Massenvernichtungswaffen, begonnen. Sollte es wirklich zu Kampfhandlungen kommen, dann stellt sich die Frage nach der eigentlichen Intention dafür? 

Daran, dass in Syrien Chemiewaffen in rauen Mengen vorhanden sind, besteht kein Zweifel. Chemiekampfstoffe sind leicht herzustellen und lange lagerungsfähig. Sie wurden zu Zeiten von Assads Vater produziert und über das ganze Land verteilt. Es ist somit sehr wahrscheinlich, dass Terroristen Behälter mit chemischen Waffen erbeutet haben. Auch der Iran verfügt über solche Chemikalien und ist wohl auch in der Lage diese nach Syrien einzuschmuggeln. Woher die USA ihre Gewissheit nehmen, dass ausgerechnet Assad diese Waffen eingesetzt haben soll, werden sie uns wohl nie verraten. Entweder sie verfügen, durch ihre illegale weltweite Aufklärung, über gesicherte Informationen oder sie hegen anderweitige Interessen. Natürlich steht bei den Amis immer der Verdacht im Raum, dass es wieder mal ums Öl geht. Immerhin war Syrien das Hauptdurchgangsland für Erdöl in Richtung Türkei. Öl, das von der arabischen Halbinsel durch Pipelines nach Norden gepumpt wird, muss zwangsweise durch Syrien oder den Irak. Beide Länder sind nicht gerade ein Hort der Stabilität.   

Es geht höchstens um das Öl für Europa und die daraus resultierenden Wechselwirkungen auf den Ölpreis. Woran haben die USA wohl mehr Interesse, an einem steigenden Ölpreis oder an einer Stabilität in Europa? Die USA würden durch ihre Unabhängigkeit von Ölimporten sogar noch vom steigenden Ölpreis profitieren. Syrien ist ein rein europäisches Problem. Die Israelis wissen sich durchaus selbst zu helfen. Jahrelang war den Vereinigen Staaten jedes Veto durch China und Russland im Weltsicherheitsrat sehr willkommen. Es mag sein, dass den jeweiligen Bevölkerungen die Määr vom bösen Diktator und den guten „Rebellen“ aufgetischt wurde. Aber die Regierungen sind sich sehr wohl bewusst, über das was der Islam eigentlich ist. Der Westen hat in Syrien auf lange Zeit verspielt. Das Land gehört inzwischen zu den Top 5 der gescheiterten Staaten. Russland kann nicht wirklich ein Interesse an seinem Marinestützpunkt in Syrien haben. Das Ganze ist nur ein ganz großes Schmierentheater vor der UNO. Und sicherlich geht es auch keiner westlichen Regierung darum, dass syrische Bürger vor den Chemiewaffen in ihrem Land geschützt werden, wer auch immer diese einsetzen mag. Es stellt sich nicht nur die Frage wem der Chemiewaffeneinsatz genützt hat, sondern auch wer die Opfer waren.

Dieser Konflikt dreht sich ausnahmsweise einmal nicht wirklich ums Öl. Der Westen hat durchaus ein Interesse an der Destabilisierung des nördlichen Nahen Ostens. Man will die Lunte legen und das löschen des Feuers outsourcen. Die Liste der Willigen wird sich rasch um weitere Schwellenländer und Golfstaaten erweitern. Destabilisierung und Dezimierung, Armut und Elend im Nahen Osten nützen der westlichen Welt ungemein. Nichts ist besser für uns, als wenn sich Araber, Moslems und Terroristen gegenseitig abschlachten und vergasen. Das Risiko für Israel, Europa ist kalkulierbar. So leicht weht das Gas nicht über den Golan. Der Tod tausender Christen und anderer Ungläubiger ist hinzunehmen, sie wären im Nahen Osten des 21. Jahrhunderts ohnehin verloren. Eine von Krieg und Massenmord geschwächte Region ist in Zukunft für den Wiederaufbau empfänglich und man kann ihr die Bedingungen zu unseren Gunsten diktieren. Der Krieg in Syrien wird eine humanitäre Katastrophe werden, Das Land wird sich in die Gaskammer des Nahen Ostens verwandeln, in der sich Terroristen, Rebellen, regierungstreue Truppen, sonstige Aufständische und Interventionstruppen aus allen Herren Länder gegenseitig vergasen und die jeweiligen Zivilbevölkerungen gleich mit. Chemikalien sind reichlich vorhanden. Und nun stellen wir uns nochmals die Frage: Cui bono? Wem nützt es?

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