Thilo Sarrazin erhält Sappho Preis für Meinungsfreiheit

kopenhagen-sarazzin-2013Am 6. April wurde Thilo Sarrazin in Kopenhagen von der dänischen Gesellschaft für Pressefreiheit (Trykkefrihedsselskabet) der Sappho Preis verliehen, als Anerkennung für sein Eintreten für das Recht der Redefreiheit, auch bei kontroversen Themen. Vor einem zahlreich erschienenen Publikum überreichte Lars Hedegaard, Vorsitzender der dänischen Gesellschaft für Pressefreiheit, diesen wichtigen Preis. Anwesend waren zahlreiche führende Politiker der Dänischen Volkspartei unter anderem auch der Abgeordnete des Europaparlaments, Morten Messerschmidt.

Thilo Sarrazin, ehemaliges Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, hatte ein Buch mit dem Titel “Deutschland schafft sich ab“ geschrieben, in dem es um die Kosten und Probleme der ungezügelten Zuwanderung und des Multikulturalismus geht.

Insbesondere seine Aussage ‚‚Ich muß niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert.“ hatte im Jahr 2009 für eine große Kontroverse gesorgt und er musste von seinem Posten als Vorstandsmitglied der Deutschen Bank zurücktreten.

Auch mit seinem neuen Buch “Deutschland braucht den Euro nicht“ schwimmt er wiederum gegen den Strom und fordert eine Neuorientierung in der Wirtschaftspolitik, die eine Reduzierung der Ausgaben des Wohlfahrtsstaats, sowie eine Neuordnung des Euroraums und eventuell sogar die Abschaffung des Euros zur Folge hat.  

Thilo Sarrazin hat großen Mut gezeigt, indem er ausgesprochen hat, was eine schweigende Mehrheit in Deutschland denkt.

Im Anschluss an die Verleihung des Preises bedankte sich Thilo Sarrazin für die sehr treffende Laudatio von Lone Nørgaard, Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für Pressefreiheit

Interview: Thilo Sarrazin zur Verleihung des Sappho Preises für Meinungsfreiheit 2013 in Kopenhagen

Er betonte, dass er im Jahr 2009 noch gar nicht an Dinge wie Redefreiheit gedacht hatte. Er hatte schon immer deutliche und ehrliche Worte in Bezug auf seine berufliche Arbeit gefunden und war deshalb sehr überrascht, als nach einem Interview, das er Ende des Jahres 2010 gegeben hatte, in dem es um die sozialen Probleme in Berlin sowie um die damit zugrundeliegenden Gründe ging, ein medial gesteuerter Proteststurm über ihn hereinbrach.

Wenn man die demographischen Zahlen betrachtet, dann wird Deutschland in 150 Jahren, vorausgesetzt der Trend setzt sich fort, nur noch die Größe von Dänemarks Bevölkerung haben.

Die intellektuelle Kapazität wird sinken, weil die intelligenten Eltern weniger Kinder bekommen werden, so Sarrazins Analyse.

Die Einwanderung aus den islamischen Ländern, so stellt er fest, wird dieses Problem nicht lösen, sondern es verstärken, zum einen wegen des kulturellen Hintergrundes zum anderen wegen der Bildungsprobleme. Hier führt er zum Beweis die Ergebnisse der letzten PISA Studien an.

Nach der Veröffentlichung seines Buchs ging die Auseinandersetzung mit ihm weiter. Kritisiert wurde seine These eines biologischen Determinismus, er wurde natürlich als Rassist bezeichnet und als Feind sozialer Gerechtigkeit.

An dieser Stelle betonte Sarrazin ausdrücklich die Rolle der ’neuen Medien‘, die ihn im Internet immer unterstützt und gegen die Schmähkampagnen der Leitmedien verteidigt haben, die seine Argumente in Bausch und Bogen verurteilten Dies führte zu seinem Rücktritt bei der Bundesbank.

Er hatte einen ungeschriebenen Verhaltenskodex gebrochen, dass man diese Dinge nicht öffentlich bespricht und jeder, der diesen Code bricht, wird aus der Gesellschaft ausgegrenzt.

Heutzutage ist es wichtig die ‚richtige Meinung‘ zu vertreten, sagt er. Die meisten Menschen informieren sich aus den Medien und sie glauben, dass das was die Medien sagen richtig ist, sie hinterfragen es nicht.

Auch viele Politiker informieren sich aus den Meiden, obwohl eine Untersuchung an den Tag gebracht hat, dass die Mehrheit der Journalisten im linken Meinungsspektrum zu Hause sind.

Studien haben auch ergeben, dass Menschen, die für Medien arbeiten, sich eben auch nur bei Medienmenschen informieren, so Sarrazin, und daher komme eine Denkweise, die man als ‚politische Korrektheit‘ bezeichnet.

Diese politische Korrektheit hindere die Menschen daran inkorrekt zu denken, sie wollen und sie verlassen sich auf die Mainstream Meinung.

Sein Buch habe sämtliche Punkte der politischen Korrektheit verletzt, ein Verhaltensmuster, das überdies auch völlig ohne Humor und Ironie ist.

13 Charakteristika hat Sarrazin ausgemacht, die die politische Korrektheit beschreiben. Unter anderem sind es folgende Punkte:

• Ungleichheit ist schlecht

• Fleiß hat keinen Wert mehr, Wettbewerb fördert Ungleichheit

• Reiche sollten sich schuldig fühlen (Ausnahmen sind Fußballer oder Popstars)

• Das Leben wird bestimmt durch äußere Einflüsse

• Alle Kulturen sind gleichwertig, es gibt keinen Grund das Christentum zu bevorzugen

• Der Islam ist eine Religion des Friedens – wenn man dies kritisiert ist man islamophob

• Es gibt keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen

• Es gibt keinen Unterschied zwischen den Völkern

• Ein Nationalstaat ist überholt, das nationale Element ist schlecht für die Zukunft einer vielfältigen Gesellschaft

Jeder dieser Punkte, sagt Sarrazin, wird in der Debatte hochemotional diskutiert. Die breite Öffentlichkeit jedoch stimmt mit dieser Pressekampagne immer weniger überein.

Sein zweites Buch über die Zukunft des Euros wurde deshalb von der Presse konsequent totgeschwiegen, er wurde als Populist bezeichnet. Jede Diskussion, in der Argumente ausgetauscht werden konnten, wurde vermieden, stattdessen wurden er mehr und mehr auf einer persönlichen Ebene angegriffen. Auch diejenigen, die ihn unterstützt haben wurden isoliert.

Dennoch, so sagt Sarrazin in seinem Schlusswort, kann die fehlende Zustimmung einer Gruppe, auch wenn sie noch in der Minderheit ist, einen Wandel herbeiführen.

Gefunden bei Europe News

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6 Antworten

  1. Sarrazin „musste“ nicht zurücktreten. Er hat es freiwillig getan, um keine politischen Verwicklungen größten Ausmaßes zu forcieren.

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  2. Entschuldigung….1 comment überflüssig! 😀

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  3. Übrigens, bin ab jetzt wieder da. Später mehr, gruß Kammerjäger.

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  4. Zeichen von Integration sind beim Wohnhausbrand durchaus zu erkennen.
    Wahrscheinlich hat sich dort eine Großmutter die Worte von Thilo Sarazzin so zu Herzen genommen, dass sie sogar ihr Feuerzeug dazu geopfert hat.

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