Die Syrien Falle

Deutschland und der Krieg gegen Assad

Gestern hat uns die ARD mal in Staunen versetzt. Die Reportage von Hubert Seipel „Die Syrien-Falle“ hatte gestern ein sehr differenziertes Bild auf den Konflikt geworfen. Die Reportage ist sehr zu empfehlen, deshalb sparen wir uns heute einen eigenen Artikel und verlinken zum deutschen Staatsfunk. Dieter Nuhr hat es in seinem Jahresrückblick 2012 trefflich formuliert: „Scheinbar kann sich niemand vorstellen, dass es im Nahen Osten Arschlöcher gibt, die auf Arschlöcher schießen!“

Aber sehen Sie selbst:

Die Syrien-Falle Bild Videolink

Video-Link

Wiederholungen auf Tagesschau24 am Sa 16.02 20:15 um 21:00 Uhr

und So 17.02. 01:25 um 02:10 Uhr

Ein Kontingent Bundeswehr-Soldaten aus Norddeutschland, das mit dem Flugabwehr-System „Patriot“ bestens vertraut ist, ist auf dem Weg zu seinem Einsatz an der türkisch-syrischen Grenze. Der Bundesrepublik Deutschland steht möglicherweise ein weiterer Waffengang bevor, dessen Folgen noch nicht absehbar sind. Die Begründung ist stets die gleiche: Es gelte, einem NATO-Partner beizustehen, und selbstverständlich handele es sich um eine reine Defensivmaßnahme. Doch auf welchen Konflikt lassen wir uns überhaupt ein?  

Die Lage ist ebenso unübersichtlich wie konfus. In Syrien kämpft der alewitische Assad-Clan, der das Land jahrzehntelang im eisernen Griff hatte, um sein Überleben. Unterstützt wird er vom Iran, Russland und China. Auf der anderen Seite hat sich der Westen mit konservativen islamischen Monarchien wie Katar und Saudi-Arabien verbündet, um „die Demokratie“ einzuführen. Seither sind mehr als 40.000 Menschen getötet worden.

Zehntausende Syrer haben im Nachbarland Türkei Zuflucht gesucht und leben in primitiven Flüchtlingscamps. Neben dem unermesslichen Leid geht es auch um die Interessen der Konfliktparteien, um eine beispiellose PR-Kampagne der Kontrahenten, die weltweit für versuchen, für sich Stimmung zu machen. Gespeist wird sie auch aus Deutschland. Bei seinem Kampf um die Macht kennt Diktator Assad kaum Skrupel, er lässt im Zweifelsfall die eigene Bevölkerung bombardieren, um den Gegner zu treffen. Assad O-Ton: „Ich habe mir diesen Krieg nicht ausgesucht.“

Wie Syrien nach dem Sturz Assads regiert werden wird, wer die Herrschaft übernimmt und ob das Land – mit seiner Mischung aus Sunniten, Alawiten, Christen, Kurden, Schiiten und Drusen – befriedet werden kann, ist nicht vorhersehbar. Für die Bundeswehr wächst die Gefahr, einmal mehr in einen Waffengang hineingezogen zu werden, deren Ausgang unklar ist.

Fernseh- und Grimme-Preisträger Hubert Seipel wird mit Hilfe von exklusiven Interviews – u.a. mit dem ehemaligen UN Generalsekretär Kofi Annan, der als Vermittler der Konfliktparteien im Sommer sein Amt frustriert niederlegte – führenden Oppositionsvertretern und auch mit dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad – die Risiken des Bundeswehreinsatzes analysieren.

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2 Antworten

  1. Linktipp:
    Jagdseite mit neuen, gemeinfreien Grafiken, gegen den linksfaschistischen Ökologismus. http://jagdblut.de

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  2. Ja was wäre die stolze Partei ohne DEUTSCHES Hartz 4 und den Schutz unserer glorreichen Patriotabwehrsysteme? Nichts?

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