Niger – A state of horror

Niger_sat_backgroundEs gibt ja einige Listen mit „The most fucked up countrys“, aber diese Staaten machen das absolute Rennen, wenn es um die Geburtenrate geht. Der Niger ist ein Nachbarland Malis, das in den letzten Tagen durch die Islamisten in die Schlagzeilen geraten ist. Wobei zu erwähnen wäre, daß Mali auf dieser Liste auf Platz 2 liegt. Dieser Artikel wird Fakten zu einer Region dieser Erde zusammentragen, die nicht mehr im Mittelalter, sondern in der Steinzeit lebt.

Niger-demography

Bevölkerungsanstieg Niger

Der Niger ist an Armut kaum zu überbieten. Das Land hat 16,3 Millionen Einwohner, die Hälfte davon unter 15 Jahren. Das Brisante daran ist die höchste Geburtenrate der Welt. Offiziell liegt die Fertilität bei 7,46. Jedes Jahr kommen, zu den gegenwärtig 16,3 Millionen Einwohner, noch etwa 366.000 hinzu, wobei die Sterberate berücksichtigt wurde. Das Bevölkerungswachstum beträgt jährlich ca. 3,7%.  

niger-populationDer Niger ist das ärmste Land der Erde. Das durchschnittliche Einkommen liegt bei 300$ – pro Jahr! Die Islamisierungsrate beträgt zwischen 93%-98%. Wobei über 80% der Bevölkerung Analphabeten sind! 88% der Landesfläche ist komplett vegetationslos. Die restlichen 12% sind hauptsächlich Steppe und kaum bewaldet. Die einzigen landwirtschaftlichen Nutzflächen liegen im Süden des Landes am Niger-Fluß. Die Anbaumethoden entsprechen großteils steinzeitlichen Verhältnissen. Zudem versteppt und verwüstet das Land zunehmend. Im gesamten Niger gibt es 1300km befestigte Straßen und 24.000 Telefonanschlüße. Die einzigen Einnahmequellen des Landes bestehen aus Rohstoffquellen die von ausländischen Firmen abgebaut werden. Besonders zu erwähnen sind hierbei die französischen Uranminen bei Arlit im Norden des Landes. [Kontraste Reportage]Sie liefern etwa 70% der der Gesamtexporte, welche dann in korrupten Quellen versickern. Außer ein bischen Öl und Gas ist im Niger wenig zu holen.

entwicklungshilfe-sahel-nigerDer Niger wird in unregelmässigen Abständen von Hungerkatastrophen heimgesucht, zuletzt 2005, 2006, 2010 und 2012. Das Land mit dem größten Bevölkerungswachstum kann seine Menschen schon lange nicht mehr ernähren. Seit Jahrzehnten ist der Niger von Lebensmittelhilfe abhängig. Es lebt zu 80% von Nahrungsmittelspenden, die aus dem Ausland eingeführt werden. Man könnte sagen, daß 16,3 Millionen Menschen mitten in der Wüste sitzen, an Allah glauben und nichts Besseres zu tun haben, als noch mehr Kinder zu zeugen. Auf Dauer wird dieser Zustand nicht mehr aufrecht zu erhalten sein. Diese Menschen sind verloren. Bei einer weiteren Destabilisierung der Region wird die Hilfe von Außen ausbleiben. Dann werden vermutlich 20 Millionen Menschen verhungern. Und das betrifft nicht nur den Niger, sondern auch alle umliegenden Staaten, in denen die Verhältnisse fast genauso schlimm sind.

Bevölkerungsanstieg Mali

Bevölkerungsanstieg Mali

In Mali beträgt die Fertilitätsrate 7,42. Auch der Tschad, Mauretanien, Obervolta, die West-Sahara und Nigeria sind unter den 30 Ländern mit der höchsten Geburtenraten. Westafrika steuert auf eine Katastrophe zu, die von außen nicht mehr zu beeinflussen ist. [ARTE-Reportage] Der Niger böte wenigen hunderttausend Menschen einen Lebensraum. Das Land hat die Malthusianische Grenze vermutlich schon in den 70ern überschritten und wurde danach von Hilfsorganisationen und der FAO, der UN- Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation, weiter unterstützt. Seither hat sich die Geburtenrate sogar noch nach oben verändert.

famine_nigerWer den Links in diesem Artikel folgt, der kann sich selbst die Zukunft Westafrikas ausmalen. Statistiken in diesen Ländern sind nie besonders genau. Es könnte sogar sein, daß alles noch viel schlimmer ist. Leider ist von den wahren Zuständen in dieser Region nichts in den Mainstreammedien zu sehen. Diese zeigen immer nur die Bilder von hungernden Kindern, um damit noch mehr Geld zu erbetteln, das dann zu noch mehr Menschen führt, die sich mitten in der Wüste weiter vermehren und deren einzige Einnahmequelle die Bilder von hungernden Kindern sind, um die gutmenschlichen Instinkte in reichen Ländern zu befriedigen.

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