Der Letzte räumt die Asse auf

Wall E Asse01Dreck! Und zwar der schlimmste Dreck von allen, wird von uns nur zu gern verdrängt. Die Rede ist vom Atommüll, der von einigen von Ihnen noch immer bagatellisiert wird. Dieser Dreck ist sogar noch schlimmer als der Islam, denn er strahlt wesentlich länger als 1400 Jahre. Nur genau wie beim Islam wissen wir noch immer nicht wohin mit dem Dreck. Das wussten auch unsere Vorfahren nicht. Aber sie haben sich entschlossen, entgegen besseres Wissen, den Dreck einfach zu vergraben. Und wie das 1965 so Brauch war, hat man die ganzen strahlenden Abfälle in ein Ölfass gefüllt und diese Ölfässer dann in ein Bergwerk gebracht. – Aus den Augen aus dem Sinn.

ANGELA MERKELAußerdem war das die ökonomischste Methode damals und alles was ökonomisch ist war damals gut. So ist das auch heute noch. Nur leider war das Ganze ökologisch ein wenig kurzsichtig gedacht. Ursprünglich sollte die Asse ja erst einstürzen, wenn alle schon tot sind und ihren ökonomisch angereicherten Reichtum schon zu Lebzeiten verprasst haben. Irgendwie hat damals ohnehin jeder damit gerechnet, daß demnächst der Atomkrieg ausbricht und bis dahin wollte man wenigstens noch Spaß haben. Und wer interessiert sich schon nach einem Atomkrieg für so ein paar olle Fässer in einem Bergwerk? Das Problem war dann leider, daß der Atomkrieg nicht kam. Stattdessen kam die Wiedervereinigung – womit nun wirklich niemand rechnen konnte! – Und mit der Wiedervereinigung kam Merkel.  

schroeder-bergbauEigentlich sollte man ja von einer Physikerin erwarten, daß sie sich mit Kernspaltung auskennt. Besonders wenn sie ihre Diplom- und Doktorarbeit über irgendwelche biochemischen Zerfallsprozesse geschrieben hat. Na ja, auf jeden Fall wurde diese Frau anno 1994 Umweltministerin – warum auch immer. Bis dato war die Asse noch offen, man konnte also jederzeit wieder an die Fässer mit dem Dreck ran. Damals wusste man auch schon, daß Wasser in den Salzstock einsickert und das ganze Gewölbe irgendwann in sich zusammenkrachen wird. Auch Frau Merkel wusste das! Dennoch hat sie 1995 die Genehmigung erteilt, um den maroden Salzstock zuschütten zu lassen, unter den Vorwand, es handele sich um eine Maßnahme zur Stabilisierung. Von 1995 bis 2004 wurden jeden Tag 18 Eisenbahnwaggons, insgesamt etwa 2,15 Millionen Tonnen Material, in die Hohlräume gefüllt.

Röttgen AsseNur irgendwie war dies die falsche Option. Man wusste die ganze Zeit, daß die Asse absaufen und irgendwann auch einstürzen würde. Dennoch hat man diese Tatsache jahrelang verschwiegen, wegbegutachtet und schöngeredet. Anno 2010 begann dann dem Herrn Röttgen zu dämmern, daß die ganze Scheiße noch zu seinen Lebzeiten den Bach runtergehen wird – in diesem Fall die Aller. Deswegen schlug das Bundesamt für Strahlenschutz vor, den Atommüll komplett aus dem maroden Endlager zu bergen. Gute Idee! Nur leider erst nachdem man 10 Jahre lang jeden Tag 18 Eisenbahnwaggons mit Giftsalzen auf den Atommüll gekippt hat. Was das gekostet hat kann niemand sagen.

Wall E aniSofort nachdem 2010 die Rückholung bekannt gegeben wurde hatte man ein Gutachten parat, das die Kosten auf 2Mrd Euro geschätzt hat. Schon Ende 2010 schätzte der Umweltminister Röttgen die Kosten auf 3,7Mrd. Euro. Und wie das mit Bundesdeutschen Großprojekten – die bis 2036 abgeschlossen sein sollen – so ist, werden die Kosten weiter steigen. Wobei noch gar keine Technologien entwickelt wurden, um den strahlenden Dreck zu bergen. Menschen können in dieser Umgebung nicht mehr arbeiten. Und wie man vollautomatisch Bergbau betreibt, dazu noch in einem zugeschütteten, absaufenden und von Einsturz bedrohten Salzbergwerk, das weiß auch noch niemand. Aber zumindest sagt ein Gutachten schon jetzt voraus, daß die Asse erst 2036 einstürzen wird. Und zwar am genau am 1 April, um 8.15 Uhr!

Altmeier AsseKönnte man vollautomatisch Bergbau betreiben, dann hätte man – schon alleine aus Rationalisierungsgründen – diese Möglichkeit für den kommerziellen Bergbau herangezogen. Dieser findet übrigens in homogenen Schichten, ohne die Gefahr abzusaufen und auch nicht in zugeschütteten Stollen, statt, die unberechenbar und völlig unzugänglich sind. Im Moment fabulisiert man etwas von „zukünftigen Technologien“, die bis zum Abschluß weiterer Gutachten entwickelt sein sollen, um dann, irgendwann in fernen Zukunft, das „Einlagerungsinventar“ (Behördendeutsch für Dreck) aus der Asse zu bergen. Man weiß zwar nicht mehr genau wie viel „Einlagerungsinventar“ in der Asse ist, aber man schätzt, daß es etwa 130.000 Fässer sein sollen, die mit Robotern aus unterirdischen Schutthalden in 700m Tiefe herausgewühlt werden sollen.

Und bis dahin werden sich auch weiterhin diverse Politiker, mit einem ganzen Tross von Journalisten, in strahlendweißen Bergmannskostümen, die Klinke in die Hand geben.

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Eine Antwort

  1. Mit Transmutation(gibts schon aber noch zu teuer)kann man die Strahlung auf 100-200 Jahre minimieren(auch ganz-kostet aber auch).Die Grünen fordern aber die Erforschung einzustellen und alles in Windkraft und Solarzellen zu stecken…Mit der Tr. kann man natürlich auch Strom erzeugen!

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