Merkels To-do-Liste

Speiübel

toilet_pukeNachdem sich der Chefredakteur eines kleinen Billigblogs gerade übergeben musste, hat er nun wieder den Mut gefasst, seinen Senf in die Welt hinaus zu blasen. Der Grund für den Kotzanfall war die Lektüre eines großen deutschen Qualitätsblogs, das vom Sohn der beiden Homosexuellen Martin Walser und Rudolf Augstein betrieben wird. Eine einzige Jubelarie auf die Kanzlerin war dort gestern zu lesen. Ein Abgesang auf die Heldentaten der Mutter, die Jakob Augstein nie gehabt hat. Nur das klein Jakob Mutti eine „To-do-Liste“ vorschlägt, mit der sie ihren Politikstiel noch weiter verbessern könnte. Welcher Politikstiel bitte?

DER SPIEGEL: „Sie ist populär wie nie – doch reicht das, um die Bundestagswahl zu gewinnen? Angela Merkel und ihre Mannschaft scheinen sich ihrer Sache ziemlich sicher zu sein. Dabei zeigt auch die Kanzlerin eklatante Schwächen. Fünf Probleme, die sie jetzt angehen muss: 

· Klare Kante statt Taktiererei
· Mehr Begeisterung wagen
· Europa wirklich krisenfest machen
· Einen Nachfolger aufbauen
· Mehr gute Typen für die Politik gewinnen

Berlin – Den Jahreswechsel und die Weihnachtsfeiertage dürfte Angela Merkel ziemlich entspannt verbracht haben. Ihre Popularitätswerte sind spitze, die CDU liegt in den Umfragen über der 40-Prozent-Marke, und Peer Steinbrück müht sich nach Kräften, möglichst keinen Fettnapf auszulassen. Danach, dass der SPD-Herausforderer ihr im Herbst den Schreibtisch im Kanzleramt streitig machen könnte, sieht es derzeit wirklich nicht aus.“

Philipp Wittrock, Autor von Augsteins Gnaden, gibt sich zwar die allergrößte Mühe etwas Kritik in seinen Artikel einzubauen, doch liegt er voll auf Linie mit der Kanzlerin, glaubt sogar fest an deren Wiederwahl und meint, mit Ursula von der Leyen, schon eine Nachfolgerin ausgemacht zu haben. Nur so ein paar klitzekleine Kleinigkeiten hätte er da noch auszusetzen.  

Das eigentlich Übel erregende an diesem Artikel ist, daß man daran die Zukunft ablesen kann, vor allem wenn man schon gar nicht mehr an die freie Meinungsbildung des Volkes glaubt. Ginge es nach dem Spiegel, dann steht die Große Koalition schon jetzt fest. Man kann gewiss sein, daß der Spiegel in diesem Jahr fest darauf zu arbeiten wird. Natürlich nimmt das Blatt auch kein Blatt vor den Mund, was es denn bitteschön geändert haben möchte. Sicherlich wird morgen früh Merkels Adjutant, mit den ausgeschnittenen Artikel, gleich angerannt kommen und sie wird sich darüber Gedanken machen.

Vereidigung_Uvd_LeyenAber ist Merkel überhaupt noch zu ändern? Kann man Europa wirklich krisenfest machen? Und sollte man es sich wirklich ausmalen, wenn Ursula von der Leyen 2017 Bundeskanzlerin wird? Eigentlich muss man schon ziemlich übles Zeug geraucht haben, um solche Alptraumvisionen zu entwickeln. Aber die Umfragewerte über der 40-Prozent-Marke und der „Problempeer“, der keinen Fettnapf ausläßt, müssen ja auch irgendwoher kommen. Zumindest könnte man an der 40-Prozent-Marke zweifeln. Jeder kennt doch zumindest mal 10 Leute, von denen keine 4 Merkel wählen würden. Wo also kommen diese 40% her?

Wer eine Teleophonflatrate hat kann ja gerne einmal den Selbstvesuch machen und wahllos 100 Leute anrufen, sich für ein fiktives Meinungsforschungsinstitut ausgeben, und seine eigene Umfragewerte ermitteln. Unser Chefredakteur hat sich 2009 einmal diese Mühe gemacht. Auch er kam nur auf eine Zustimmung von 14 % für die Union. Wobei damals schon die Zustimmung für FDP bei 3% lag – was noch mehr Fragen aufwirft!

So langsam drängt sich einem Großteil der Deutschen schon irgendwie die Frage auf, woher diese sensationellen Ergebnisse überhaupt kommen. Der Spiegel alleine kann sie wohl kaum produziert haben. Er erweckt lediglich vor der Wahl den Anschein, als gäbe es eine breite Zustimmung. Zwar zweifeln ja viele Menschen an dem was in der Zeitung steht, erwarten eventuell ein anderes Ergebnis, führen aber dann die tatsächlichen Wahlergebnis darauf zurück, daß sie selbst wohl in einem eher andersdenkenden Umfeld leben, es da draußen aber unheimlich viele CDU-Zombies geben müsse.

MichelsUnsere Meinungsmachermedien schreiben uns eine Realität herbei, die keiner für möglich halten würde, die aber früher oder später sogar eintreten wird. Leider wundert sich hinterher keiner mehr, daß es so gekommen ist, weil es bereits vorher schon so war. Und all diejenigen, die bereits zum Denken angefangen haben, glauben immer noch, daß sie in der Minderheit sind und eben nur in einem merkelkritischen Umfeld leben. Ihnen sollte doch endlich einmal klar werden, daß ganz Deutschland ein merkelkritisches Umfeld ist.

Des Rätsels Lösung lautet also nur noch Meinungsmache und Wahlbetrug!

Lesen Sie auch: PISSPEGEL-ONLINE (von Ulrike Putz-Richtig)

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