Unternehmen Jericho

leipzig_demonstration_1989Liebe Leser,

an Heiligabend und am 1.Weihnachtsfeiertag hat 50Pf den Versuch unternommen, gegen den Bundespräsidenten einen Protest zu formieren. Leider aber hat kaum jemand mitgezogen, was wohl hauptsächlich daran liegt, daß 50Pf ein sehr kleiner Blog ist. Immerhin haben über 600 Leser den Artikel “Schon wieder Vuvuzela-Konzert vor Schloß Bellevue” angeklickt, was schon ein großer Erfolg und ein ebensolcher Schritt in die richtige Richtung war. Wir danken vor allem dem Kommentator mir dem Namen „Einzelner“, der tatsächlich zum Schloß Bellevue gegangen ist. Wir brauchen noch viel mehr Einzelne, die sich zusammentun, um gegen die Herrschenden in diesem Land aufzustehen.

Die Deutschen sind nun mal ein sehr protestunwilliges Volk, was hauptsächlich an unserem Wohlstand, aber auch an der Angst vor Repressalien durch den Staat liegt. Viele fürchten sich aufzustehen und lassen ihren Unmut lieber im Internet verhallen. Stürzenberger mit Koran und MikrophonEs sind immer nur Einzelne, die den Mut aufbringen sich auf die Straße zu stellen, um gegen die Zustände zu Protestieren. Meist stehen dann nur kleine Gruppen herum und werden von der Allgemeinheit belächelt bis verachtet, weil sie sich in einen demokratischen Prozeß einbringen. Sie tun dies, obwohl viele von ihnen auch gerne ihre Meinung sagen würden, aber aus Angst vor etwaigen Repressalien still bleiben. Protest läuft in Deutschland ab wie wir es in der Schule gelernt haben. Einer steht vorne, mit dem Megaphon in der Hand und spricht zu denen, die den Mut gefunden haben auf einer Protestkundgebung herumzustehen. Meist wird dann nur die Meinung des Sprechers an diejenigen weitergegeben, die ohnehin schon der gleichen Meinung sind.   

Die Protestkultur in Deutschland muß sich grundlegend verändern! Das “wegbassen”, “flashmobben” und “zutröten” sind neue Formen des Protestes, die aber durchaus ihre Berechtigung haben. Das “Herumstehen” ist keine Form des Protestes, die irgendetwas verändern würde. Wir müssen laut werden, das Internet nutzen, um uns zusammenzutelephonieren. DGB Demo mit FahenWir müssen unsere Transparente wieder selber malen, anstatt Hochglanzplakate von Gruppen zu verwenden, die nur allzugern ihr Fähnchen in den Wind halten. Wir müssen zahlreich sein! Nur so werden wir eine erfolgreiche Veränderung herbeiführen. Die Vermittlung von Inhalten auf Demonstrationen sollte weniger Bedeutung haben. Eine Demonstration muß “Die-Da-Oben” anzusprechen und nicht versuchen den Demonstrationsteilnehmern klar zu machen, warum sie demonstrieren. Und “Die-Da-Oben” wissen ziemlich genau warum das Volk demonstriert! Man muß es ihnen nicht noch einmal erklären. Es reicht völlig wenn man „Denen-Da-Oben“ Angst macht, indem man große, aufgebrachte Menschenmassen laut in ihrer Nähe tröten läßt und grundlegende Forderungen auf selbstgemalte Transparente schreibt. Hierdurch entsteht wiederum Demokratie, weil jeder seine Meinung selbst schreiben kann.

Erfolgreicher Protest wird in Zukunft von 3 Faktoren abhängen:

1.) Große Menschenmassen die für sich selbst sprechen
2.) Lautstarker Protest durch Pauken und Trompeten
3.) Die Fähigkeit das Internet für die Mobilisierung der Straße zu nutzen

Vuvuzelakonzert01Die Zeiten, in denen Gewerkschaften, Parteien und NGOs zu Protesten aufriefen und nur ihre Anhänger mobilisierten, sollten endlich der Vergangenheit. Wir Deutsche haben nur noch die Möglichkeit uns Gruppen anzuschließen, die eine Demonstration organisieren und dabei ihre Fahne hochhalten. Wir müssen lernen wieder frei zu demonstrieren. Wir müssen als Deutsche demonstrieren, ohne der Zuhilfenahme organisierter Ideologischer Gruppen. Wir sind die Gruppe, wir sind das Volk!

Wer diese Regierung, diesem Politklüngel im Parlament, diesen Volksverächtern in Amt und Würden, den Lobbyisten der Wirtschaft und all den Meinungsmachern dieser Republik den Marsch blasen will, um eine Veränderung, der verkrusteten Strukturen dies absurden Regimes zu erreichen, der sollte selbst auf die Straße gehen. Der einzige Weg, um  Merkel und ihre verkommen Genossen aller Parteien zu entmachten, ist in Massen in Regierungsviertel zu strömen, und sie mit Pfeifen, Tröten und Trommeln solange zu bearbeiten, bis sie selber bereit sind ihre Ämter zur Verfügung zu stellen.

Aus der Bibel, Joshua 6.3: „Laß alle Kriegsmänner rings um die Stadt herumgehen „einmal“ und tut so sechs Tage lang. Und lass sieben Priester sieben Posaunen tragen vor der Lade her, und am siebenten Tage zieht siebenmal um die Stadt und laß die Priester die Posaunen blasen. Und wenn man die Posaune bläst und es lange tönt, so soll das ganze Kriegsvolk ein großes Kriegsgeschrei erheben, wenn ihr den Schall der Posaune hört. Dann wird die Stadtmauer einfallen und das Kriegsvolk soll hinaufsteigen, ein jeder stracks vor sich hin.“

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Eine Antwort

  1. Wie wahr!
    Freiheit & Demokratie müssen jetzt verteidigt werden!
    Was haben unsere Vorfahren noch dafür gekämpft.

    Was ich mich heutzutage wehren muss, um mich von dieser ansonsten lethargischen Masse nicht wie Rotz am Ärmel behandeln zu lassen, das
    war vor 10 Jahren noch nicht nötig.
    Diese Pappnasen lassen es selbst zu, so behandelt zu werden und geben´s dann weiter – aber nicht mit mir. Wer sich nicht wehrt, lebt
    verkehrt!

    Würden nur mal 7 Tage in D das Rad total still stehen, käme sicher ein besseres Lohn-Angebot bei raus, als jetzt, wo sie für ´nen Apple und Ei
    arbeiten gehen und dann noch ggf. finanziellen Striptease auf der Behörde machen, um überhaupt über die Runden zu kommen.
    Will sagen: Nicht mal ihre ureigensten Interessen mehr nehmen sie noch wahr; sonst wär der Drops „Lohndumping ohne uns“ schon längst gelutscht.

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