Der Fall Kurt Georg K.

Kurt Georg K. wurde am 6. April 1904 in Ebingen, Württemberg geboren .
Er studierte Staatswissenschaften, Geschichte und Philosophie und trat in die Studentenverbindung K.St.V. Askania-Burgundia ein, der auch spätere Papst Pius XII. angehörte.  Er wurde ein deutscher Politiker (CDU/NSdAP)

Im Februar 1933, wenige Wochen nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler, wurde er Mitglied der NSDAP, Mitgliedsnummer 2633930. Im Jahr 1940 nahm er eine Stellung im Reichsaußenministerium unter v. Ribbentrop an. Dort stieg er bis zum stellvertretenden Leiter der Rundfunkpolitischen Abteilung auf, die für die Überwachung und Beeinflussung der “Feindsender” zuständig war. Unter anderem war er für die Verbindung zum Reichspropagandaministerium von Joseph Goebbels zuständig. Kurt Georg K. blieb bis 1945 Mitglied der NSdAP.
Von 1958 bis 1966 war Kurt Georg K.  Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Er saß von 1949 bis 1959 und von 1969 bis 1980 im Deutschen Bundestag. Von 1966 bis 1969 war er dritter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Und von 1967 bis 1971 Bundesvorsitzender der CDU.
Kurt Georg K. war der erste deutsche Bundeskanzler, der mit einer Großen Koalition regierte.

Der Schriftsteller Günter Grass, der sich als 15-jähriger Schüler zur Wehrmacht gemeldet hatte und 1944 17-jährig zur Waffen-SS eingezogen wurde, veröffentlichte einen offenen Brief an Kurt Georg K. mit der Aufforderung, dieser solle nicht Kanzler werden.

Die Koalition vereinte Politiker mit sehr widersprüchlichen Karrieren und Charakteren. Neben Kurt Georg K. war auch der SPD-Minister Karl Schiller ehemaliges NSDAP-Mitglied, SPD-Außenminister Willy Brandt war ehemaliges SAP-Mitglied, Herbert Wehner war sogar Führungsmitglied der KPD und Franz Josef Strauß war sogar in der CSU! In seine Amtszeit fielen die Einführung der Notstandsgesetze und die Hauptphase der Außerparlamentarischen Opposition. Aufgrund seiner früheren Karriere im Staatsapparat des NS-Regimes war Kurt Georg K. umstritten.
Aufsehen erregte eine Ohrfeige, die Beate K. Kurt Georg K. am 7. November 1968 auf dem CDU-Parteitag in Berlin verabreichte.

Kurt Georg K.  wurde am 9. März 1988 in Tübingen erhängt.

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